MEILLER Kundenportraits: Gemeinsam bewegen wir was!

Gemeinsam bewegen wir was!

Kundenportrait: E. Sudy GmbH

Die Thermoskanne für das schwarze Gold

Die Anforderungen im Straßenbau werden wie überall im Baugeschäft immer härter. Termindruck und Verfügbarkeit sind nur zwei Aspekte mit denen spezialisierte Transportunternehmen zu arbeiten haben. Dann ist es doch recht fein, wenn man mit dem richtigen Fahrzeug gleich beide Faktoren in Schach halten kann.

 

Sudy GmbH - Erwin Sudy
Firmeninhaber Erwin Sudy

Die Anforderungen im Straßenbau werden wie überall im Baugeschäft immer härter. Termindruck und Verfügbarkeit sind nur zwei Aspekte mit denen spezialisierte Transportunternehmen zu arbeiten haben. Dann ist es doch recht fein, wenn man mit dem richtigen Fahrzeug gleich beide Faktoren in Schach halten kann.

Im steirischen Entschendorf, mitten im Vulkanland, dort wo der Wein besondere Ruhe genießt um zur vollen Reife zu gelangen, betreibt Familie Sudy nicht nur ein Einzelhandelsgeschäft sondern auch Weinbau und ein Transportunternehmen. „Während der (Bau-)Saison geht es relativ ruhig zu am Hof, denn die Fahrzeuge sind über halb Österreich verstreut im Einsatz. Erst im Winter kehren sie zur Wartung und Reparatur zurück nach Hause“, erzählt Erwin Sudy mitten aus dem Leben eines Unternehmers, der gleich auf mehreren Beinen steht. Die Ruhe bezieht sich in dem Fall aber nur auf die Garagen, denn im direkt angeschlossenen Weinkeller ist gerade Hochbetrieb. Die Ernte ist abgeschlossen, der Jahrgang 2013 erstmals zur Verkostung direkt aus den großen wassergekühlten Stahltanks bereit. Ganz fein ausgeprägt zeigt der junge Welschriesling bereits jetzt sein Potenzial. Während Erwin Sudy noch die Fassprobe zieht erzählt er aus der Familiengeschichte: „Der Weinbau hat bei uns eine wirklich lange, bald 100-jährige Tradition, während erst in den 1950er Jahren der erste Steyr Lkw in den Betrieb kam und damit den Beginn des Transportunternehmens markierte. Unglaublich, damals sind wir von hier aus noch rund acht Stunden nach Wels zu einem Kunden gefahren.“ Mittlerweile umfasst die Flotte 25 Lkw, großteils 3- und 4-Achser, einige Sattelfahrzeuge und Kranwägen, sowie 15 Bagger. Die Politik macht aber auch vor dem beschaulichen Vulkanland keinen Halt: „Heuer mussten wir zwei Steyr abstellen, weil sie nur die alte Abgasnorm Euro 1 erfüllen. Nächstes Jahr sind auf Grund der Fahrverbote dann sechs Euro 2 Fahrzeuge fällig“, erzählt Sudy aus dem Alltag. Die älteren Fahrzeuge werden praktisch zur Gänze in der eigenen Werkstatt repariert.

Vollisolierte Asphaltmulde von MEILLER im Einsatz.
Vollisolierte Asphaltmulde von MEILLER im Einsatz.

Neue Wege

Das kontinuierliche Wachstum des Transportunternehmens Sudy kommt nicht von ungefähr. Erwin Sudy hat einen ausgeprägten Geschäftssinn und sich über jahrelange Qualität und Zuverlässigkeit im Straßenbau einen Namen gemacht. „Die Entwicklung bleibt aber nicht stehen und wir probieren immer wieder neue Fahrzeuge aus und haben auch einige Spezialitäten im Bereich der Asphaltmulden und -birnen im Fuhrpark. Derzeit testen wir eine vollisolierte Asphaltbirne von Meiller, die auf einem besonders wendigen Tridem Fahrgestell aufgebaut ist. Das Fahrzeug ist so etwas wie das Ass im Ärmel, das wir immer ziehen, wenn die Aufgabe besonders komplex wird“, erzählt Sudy fast beiläufig, aber mit leuchtenden Augen, über das neueste Gerät.

Einfaches Handling

Vollisolierte Asphaltmulden optimieren den Bitumentransport von der Mischanlage zur Baustelle wesentlich. Um nicht nur die Kerntemperatur, sondern auch die Außentemperatur und somit die Qualität des Mischgutes von der Mischanlage bis zur Baustelle zu sichern, wurde von Meiller eine vollisolierte Asphaltmulde entwickelt. Der birnenförmige Körper wird mit einer glasfaserverstärkten Kunststoffhülle (GFK) ummantelt. Unter der GFK-Schutzhülle befindet sich eine dicke Thermoisolierung mit zusätzlicher Alu-Dampfsperre. Diese Isolierung bietet der Mulde Schutz vor Fahrtwind und tiefen Temperaturen. Zwei vollhydraulische obere Aluminiumabdeckungen aus Alu-Hohlprofilen, die zwischen den Profilen ein thermisches Luftpolster bieten, sichern das Mischgut vor dem Auskühlen nach oben. Beide Deckel können um 180° abgeklappt werden und erreichen eine bis zu 4 m große Ladeöffnung nach oben - das Befüllen in der Mischanlage und das seitliche Beladen wird leicht gemacht. Außen- und Kerntemperatur werden somit erhalten und ergeben eine geschützte thermische Kette von der Mischanlage bis zum Ausbringen des Asphaltes.

Auch Michael Grössing, Lkw-Fahrer bei Sudy und derzeit mit der Meiller Asphaltbirne unterwegs, ist begeistert: „Der Asphalteinbau mit Fertiger in Extremsituationen, wie Kreisverkehre, enge Kurven, unzugängliche Garageneinfahrten, sowie das Kippen über die seitlichen Punkerwände des Straßenfertigers, wird erheblich erleichtert. Die birnenförmige Mulde in Verbindung mit dem geschlossenen Hilfsrahmen und breiten Kugellagerungen bietet aber noch weitere Vorteile. Zum einen ist die Standsicherheit dank des tiefen Schwerpunkts hervorragend und die Mulde hat auch einen ausreichenden Überhang sowohl um den Fertiger zu bedienen, als auch im Handbetrieb fein dosiert einzelne Scheibtruhen zu befüllen. Mit der am Auslauf integrierten vollhydraulischen Feindosierung können Mischgutmengen dem Einsatz gezielt angepasst werden.“

Meiller Asphaltmulden gewährleisten eine sichere thermische Prozesskette im Straßenbau, garantieren Qualität des Mischgutes, auch bei Handeinbau nach langen Fahrzeiten und niedrigen Außentemperaturen. „Besonders fein ist aber die i.s.a.r.-control-Fernsteuerung, die von überall aus funktioniert und das bequeme Bedienen aller Schnittstellen, wie Kippen, Deckelsteuerung, Auslaufsteuerung, Start/Stopp-Drehzahlregelung und automatischer Schnellabsenkung erlaubt“, zeigt sich Grössing beeindruckt von der Leistung der Meiller Birne.

Wirtschaftlich interessant

Der innovative Transportunternehmer profitiert ebenfalls von den Leistungen einer vollisolierten Asphaltmulde in Birnenform. „Während bei Asphaltarbeiten immer die nicht isolierten Sattelkipper sofort zum Einsatz kommen, stellen wir den Motor ab und warten etwas im Abseits auf unseren Einsatz. Kommen also bei geringen Einsatzkosten auf eine hohe Stundenanzahl, die unser Fahrzeug im Einsatz ist ohne dabei die Qualität des Bitumens zu beeinträchtigen. Gleichermaßen haben wir einen großen Vorteil bei kühlen Arbeitstemperaturen im Frühjahr oder Herbst, wenn andere überhaupt noch nicht einsatzbereit sind können wir bereits liefern“, erläutert Erwin Sudy die unternehmerischen Vorteile des in der Anschaffung etwas aufwändigeren Geräts.

Nach dem Motto „Alles aus einer Hand“, wird Hydraulik, Steuerung und Stahlbau exakt aufeinander abgestimmt und ist dank der typischen Meiller Qualität jahrelang einsatzbereit. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Prozesssicherheit im Straßenbau. Hier ändert sich aktuell die Gesetzeslage. Die Temperatur des Mischgutes muss permanent dokumentiert sein. Perfekt also, dass man bei der Meiller Birne die Möglichkeit zur permanenten Temperaturüberwachung über einen Monitor hat.

Zukunft mit Tradition

Mit dem jungen Wein im Glas und dem Gespräch über die jüngsten Entwicklungen im Asphaltbau hinter uns, geht die Führung über den Hof weiter: „Jetzt ist es Zeit die wahren Schätze zu entdecken“, weckt Sudy das Interesse. „Einen alten Steyr, genau so einen wie damals als wir in den 50ern begonnen haben, habe ich restauriert. Letztes Jahr erst ist mir ein Triumph TR4 in perfektem Zustand über den Weg gelaufen und diese alte Puch gehört schon Ewigkeiten zur Familie. Aber jetzt müssen wir noch kurz in eine andere Halle schauen, da hab ich etwas ganz besonderes, das Sie sicher interessieren wird...“, schließt Erwin Sudy den kurzweiligen Besuch äußerst spannend ab. Wir kommen gerne wieder, um Neues zu entdecken.

Autor: Florian Engel, Traktuell (www.traktuell.at)