MEILLER Kundenportraits: Gemeinsam bewegen wir was!

Gemeinsam bewegen wir was!

Kundenportrait: Flughafenfeuerwehr Frankfurt

Der neonrote Alleskönner

Vom modernen Airbus A380 über Gefahrgüter bis hin zu Pferden und Schlangen. Auf dem riesigen Gelände des Frankfurter Flughafens wird die Feuerwehr nicht nur dann gerufen, wenn es brennt.

 

Abrollkipper Flughafenfeuerwehr Frankfurt

Die tonnenschweren Flugzeuge wirken wie fliegende Hochhäuser, überall fahren Gepäckfahrzeuge umher, fast endlose Rollfelder und hunderttausende Menschen jeden Tag. Der Frankfurter Flughafen ist kein normaler Arbeitsplatz. Für die 300 Feuerwehrmänner und Frauen ist er jedoch Alltag. Sie sind für die 24 Quadratkilometer zuständig. Der Flughafen ist wie eine kleine Stadt, mit 78 000 Angestellten, täglich fast 200 000 Fluggästen und hunderten Flugzeugen. Die Feuerwehr dort ist die größte Werksfeuerwehr in ganz Europa. Jedes Jahr fährt sie bis zu 5500 Einsätze.

Wenn die Sirene aufheult, muss es schnell gehen. Für die Frauen und Männer der Flughafenfeuerwehr heißt es dann: hinein in die schwarzen Sicherheitsschuhe und in die flammsicheren Anzüge. Mit Atemschutzgerät wiegt die gesamte Ausrüstung bis zu 30 Kilo. Nur 180 Sekunden haben die großen Löschfahrzeuge Zeit, dann müssen sie an der Unfallstelle sein. Die Einsätze sind abwechslungsreich, erklärt Detlef Kraft: „Das meiste sind Brandmeldungen und technische Hilfeleistung, einschließlich Ölspuren, wenn Fahrzeuge beschädigt sind. Und natürlich müssen wir zu jedem Brandmeldealarm. Da sind aber neun von zehn falscher Alarm.“ Wenn der Flugzeugalarm kommt, so Kraft, müssen alle abfahren. Im Schnitt rückten die Kollegen fünfzehn Mal am Tag aus.

Einer der gefährlichsten Einsätze passierte 2004. Auf der benachbarten A3 verunglückte ein Tanklaster. Er hatte 30 000 Liter Benzin geladen. Die Einsatzkräfte vor Ort forderten die Hilfe der Kollegen vom Flughafen an. Alleine hätten sie die Flammen nicht schnell genug unter Kontrolle bekommen. Also rückte die Flughafenfeuerwehr mit ihren großen Löschfahrzeugen an. Detlef Kraft spricht immer noch mit viel Stolz darüber: „Die Kollegen kamen mit einem großen   Löschfahrzeug und einem Tankanhänger und haben den Brand binnen Minuten gestoppt. Unsere Fahrzeuge sind genau dafür optimiert – Tankgrößen, Pumpe, Löscharm sind perfekt aufeinander abgestimmt.“

Kleinstes Lämpchen kann Einsatz auslösen

Die neonroten Retter werden auch gerufen, wenn Aufzüge stecken bleiben und Menschen darin gefangen sind. Das sind für sie Routineeinsätze. Sie hatten aber auch schon Bombendrohungen, bei denen dann die ganze Feuerwehr ausrückt. Sie wissen vorher nie, ob der Einsatz harmlos oder doch etwas Ernstes ist, schildert Detlef Kraft. Notlandungen gebe es nicht. Hier heißen sie Sicherheitslandungen. Da kann das kleinste Lämpchen einen Einsatz auslösen: Rauchgeruch in der Bordküche eines Flugzeuges, unklare Fahrwerksverriegelung oder ein Riss in der Cockpitscheibe. Detlef Kraft erklärt: „Das sind alles Situationen, die der Pilot aber als eine Sicherheitslandung anmelden muss, denn Sicherheit hat in der Luftfahrt Vorrang vor allem. Dann rücken unsere Leute aus, fahren neben dem Flugzeug her und nehmen Kontakt mit dem Piloten auf.“ Meistens kehren sie schnell wieder zurück in die Wache, ohne dass etwas passiert ist. Manchmal suchen sie den Flieger auf und werfen selbst einen Blick auf das Problem, um daraus zu lernen.

Feuerwehr als Dienstleister

Wenn andere mit ihrem Latein am Ende oder nicht ausreichend ausgestattet sind, ist die Feuerwehr nicht weit: In einer  Wasseraufbereitungsanlage  auf  dem Flughafengelände muss ein großer Behälter aus dem ersten Stock gehoben wer- den. Für die Feuerwehr ein Freundschaftsdienst. Zum Einsatz kommt der MEILLER-Kran auf dem Feuerwehrfahrzeug.

Die Firma MEILLER ist bei der Feuerwehr mit Abrollkippern und Ladekränen vertreten. Diese sind ausschließlich von MEILLER. Außerdem hat die Feuerwehr noch einige Behältertransportanhänger. Die Flughafenfeuerwehr vertraut den MEILLER-Produkten seit vielen Jahren. Die MEILLER-Abrollkipper sind besonders wichtig für die 75 Container der Feuer- wehr, von denen viele Spezialcontainer sind: Einer speziell für Gefahrengut, ein anderer für Tierrettung. Mit dem System des Wechselladers ist die Flughafenfeuerwehr daher äußerst flexibel. Sie kann ihre verschiedenen Container beliebig auf ihren Fahrzeugen einsetzen. Rudolf Moses ist bei der Feuerwehr für die Fahrzeuge und die Technik zuständig. Sein Urteil über die MEILLER-Produkte: „Wenn es brennt, müssen sie funktionieren. Und bisher waren sie auch immer zuverlässig.“

Beim Freundschaftsdienst in der Wasseraufbereitungsanlage sind fünf Feuerwehrleute beschäftigt. Während einer den großen Boliden in die Halle lenkt, steuert ein anderer Spezialist den Kran. Es ist Millimeter-Arbeit. Eine falsche Bewegung mit dem Joystick und schon kann es einen teuren Unfall geben.

Mit den MEILLER-Produkten hat es noch nie Probleme gegeben. Das liegt auch am zuverlässigen Kundendienst. Denn je- des Jahr kommen zwei Servicemitarbeiter von MEILLER zum Flughafen und prüfen die Gerätschaften drei bis vier Tage auf Herz und Nieren. Sie warten die Geräte und überprüfen jede Schraube. Die Feuerwehr hat zwar auch ihre eigenen Kfz-Techniker, aber das Wissen und die Erfahrung der MEILLER-Leute wird gern gesehen.

In der Wasseraufbereitungsanlage setzt der MEILLER-Kran das riesige Ungetüm langsam Richtung Boden ab. Am Ende funktioniert alles wie geschmiert. Es war wieder einmal eine erfolgreiche Dienstleistung der Feuerwehr ohne Zwischenfall. Rudolf Moses kommentiert: „Nicht nur der Mensch muss funktionieren, auch die Maschine.“

„Es könnte immer ein Alarm kommen“

Damit der Mensch aber funktioniert, muss er bei der Flughafenfeuerwehr auf alles vorbereitet sein. Die Männer und Frau- en der Bereitschaft sind 24 Stunden im Dienst. Sie wissen am Morgen nie, was sie tagsüber erwartet. Da fällt Entspannen nicht immer leicht, erzählt Alexander Jung, der schon 20 Jahre dabei ist: „Man schläft hier nicht. Es ist nur ein Ruhen. Wir haben immer im Hinterkopf: Es könnte jederzeit ein Alarm kommen. Das kleinste Geräusch macht einen schon hellwach.“ Trotz Ruheraum und sogar Betten: Alexander Jung erzählt, er gehe morgens auch mal nach Hause und ist geschafft, auch wenn sie nur wenige Male ausgerückt sind.

Es ist ein anstrengender Job, auch körperlich. Jede Woche kommt ein Sportwissenschaftler und jagt die Männer und Frauen durch ein Zirkeltraining, erzählt Rudolf Moses: „Also wenn ich Feuerwehrmann bin, muss ich auf meine Gesundheit achten und muss mich fit halten.“ Alle müssen auch regelmäßig ein Atemschutztraining machen, bei dem sie in voller Montur durch ein käfigartiges Labyrinth kriechen müssen, bei großer Wärme natürlich. Die Diensttauglichkeit steht in Frage, wenn einer nicht durchkommt. Normalerweise ist erst mit 65 bzw. 67 Jahren Schluss, denn die Feuerwehrmänner und Frau- en am Flughafen sind hier nicht verbeamtet, sondern normale Angestellte der Fraport AG.

Ein Job mit Risiko

Detlef Kraft hat schon vieles hier erlebt: Überschwemmungen, giftige Stoffe, Viren oder sogar radioaktives Material – die Bandbreite ist groß. Da gibt es auch bei der Feuerwehr richtige Spezialisten. Einige haben sogar eine Tierrettungsausbildung. Kraft erklärt: „Wir haben schon Wildschweine gesucht und Hunde eingefangen, die ausgebüxt sind. Es werden ja auch täglich Tiere verladen. Ab und zu haut da schon mal eins ab. Auch Schlangen oder Pferde waren dabei. Egal was passiert, im Gefahrenfall wird die Feuerwehr gerufen.“

Während er noch erzählt, ertönt die Sirene. In großer Geschwindigkeit hetzen die Männer vorbei. Sie springen in die knallroten Riesenfahrzeuge und fahren einem ungewissen Einsatz entgegen. Die 1400 PS starken Ungetüme rasen Richtung Rollfeld.