MEILLER Kundenportraits: Gemeinsam bewegen wir was!

Gemeinsam bewegen wir was!

Kundenportrait: M+S Transportgesellschaft

Deponiebetrieb, Erd- und Abbrucharbeiten mit MEILLER-Systemen

„Wir entsorgen, brechen ab und machen alles, was mit Dienstleistungen im Baugewerbe zu tun hat.“ Kurz und bündig erklärt Geschäftsführer Axel Schreiber das Portfolio der Unternehmensgruppe Meyer und Schreiber, kurz M+S.

Axel Schreiber, MS-Transportgesellschaft
Geschäftsführer Axel Schreiber

Der 46-Jährige sitzt dabei am Besprechungstisch des Containerbüros bei grünem Tee, während die tiefstehende Wintersonne durch die Scheiben hindurch seinen Rücken wärmt. Dort in Bassum-Kastendiek, keine 20 Minuten vor den Toren der Hansestadt Bremen, brummt das Geschäft bei M+S. Unablässig fahren Lkws und Kipper – fast ausschließlich mit Meiller-Aufbauten – auf das Gelände und liefern ihre kostbare Fracht ab. Der Müll von tausenden und abertausenden „Gelben Säcken“ beispielsweise landet dabei in der modernen Recycling-Anlage; Bauschutt und härtere Brocken bearbeitet der Bagger mit Meißel, ehe das Gestein in den Schredder wandert. Über 15 Fußballfelder erstreckt sich das Gelände der ehemaligen Sandgrube in Bassum-Kastendiek, etwa 11 Hektar also. Einige Mitarbeiter können sich noch gut erinnern, wie Firmenmitbegründer Heinz Schreiber einst am Rand dieser Sandgrube gestanden und die Arbeiten von dort begleitet hat.

Heinz Schreiber war es auch, der im Frühjahr 1973 sein Unternehmen aus Riede mit der Firma von Bernd Meyer aus Varrel zusammenschloss. Die beiden Fuhrunternehmer wollten künftig zusammenarbeiten und die Landkreise südlich von Bremen und natürlich die Hansestadt selbst beackern. „Doch auch schon vor 40 Jahren hatten es die Herrschaften nicht leicht“, sagt Axel Schreiber ganz nüchtern. Viele Gemeinden lehnten Fuhrunternehmen schlichtweg ab, weil sie zu wenig Gewerbesteuer einbrachten. Doch sein Vater und auch Bernd Meyer gaben nicht auf, errichteten die Firmenzentrale in Stuhr bei Bremen, und spannten auch schon mal die ganze Familie ein. Axel Schreiber kann sich noch gut erinnern, wie er am Esstisch Schularbeiten machte, während seine Mutter daneben die Autos einteilte – über Funk. Denn Mobiltelefone gab es damals noch nicht. „Nach den Schularbeiten hat mich dann oft der dienstälteste Fahrer an der Hauptstraße aufgelesen und noch für ein paar Stunden mitgenommen auf seiner Tour“, erinnert sich Axel Schreiber mit einem Schmunzeln auf den Lippen. „Das prägt!“.

Die M+S Transportgesellschaft ist heute – 40 Jahre später - Namensgeber einer ganzen Unternehmensgruppe. Dazu gehört eine Vielzahl von Firmen, die im Zuge der Erweiterung des Portfolios hinzugekommen sind. Beispielsweise gibt es da die GAR, die Gesellschaft für Abfall und Recycling. Sie wurde 1992 gegründet, als sich mit einer geänderten Verpackungsverordnung ein neuer Markt auftat. „Der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer hatte die Produzenten dazu verpflichtet, die Verpackungen wieder vom Verbraucher zurückzunehmen“, erklärt Axel Schreiber. Die Hersteller und Vertreiber riefen daraufhin das „Duale System“ ins Leben, das sich um das Einsammeln, die Rückführung und die Verwertung von Verkaufsverpackungen kümmern sollte. Bei Meyer und Schreiber wittert man eine Chance und investiert wenige Monate später in eine neue Sortieranlage für diese Art von Müll. „14 Mitarbeiter haben damals pro Stunde zwischen 800 und 1.100 kg mit bloßen Händen sortiert“, erklärt Axel Schreiber. Heute, mehr als 20 Jahre später, bewältigt etwa die gleiche Anzahl von Mitarbeitern nahezu die zehnfache Menge; koordiniert durch die Tochter GAR. Die modernisierte Sortieranlage trennt Vieles inzwischen automatisch und ist somit viel effizienter.

MEILLER Halfpipe in Aktion
MEILLER Halfpipe im Einsatz für die M+S Transportgesellschaft.

Neben den Leichtverpackungen aus den „Gelben Säcken“, wie sie in Bassum-Kastendiek sortiert werden, sammeln die Tochtergesellschaften von M+S aber auch Glas, Altpapier und andere Stoffe und kümmern sich um Transport und Weiterverarbeitung. Die AEL beispielsweise, die Abfall- und Entsorgungslogistik Gesellschaft oder die Weser Wertstoff Gesellschaft sind in Sachen Altpapier unterwegs, die MMS Transport und Umwelt Gesellschaft dagegen – erst im letzten Jahr gegründet - übernimmt den Transport des Schlicks aus dem Hamburger Hafenbecken bis zum verarbeitenden Betrieb. „Das Kerngeschäft der M+S Transportgesellschaft ist und bleibt aber der Containerdienst“, sagt Geschäftsführer Axel Schreiber. Er hat mit seinem älteren Bruder Olaf die Geschäfte vom Vater übernommen, nachdem dieser 1997 unerwartet verstorben ist. Konkret bedeute M+S also: Deponiebetrieb, aber auch Sand- und Bodenlieferungen sowie Erd- und Abbrucharbeiten, vor allem mit Containern der Meiller-Systeme.

Rund 290 Mitarbeiter sind bei der Unternehmensgruppe beschäftigt und etwa 120 Lkw gehören zum Fuhrpark. Bei all ihren Tätigkeiten setzen die Verantwortlichen bei M+S dabei große Stücke auf Meiller. Über die Jahre hinweg habe man einfach gute Erfahrungen gemacht, bekennt Axel Schreiber ehrlich und nüchtern. „Deshalb haben wir auch nahezu alles im Einsatz, was Meiller liefert und was für das robuste Geschäft brauchbar ist.“ Aber auch die Betreuung vor Ort könne sich sehen lassen. Während andere Vertragspartner alle fünf Jahre einen neuen Ansprechpartner hätten, setze Meiller auch hier auf Kontinuität, lobt Schreiber unverhohlen. Und ein weiteres Plus, das Meiller im Bremer Umland ins Feld führen könne, sei der Servicepartner vor Ort. „Keine 150 Meter von unserer Zentrale in Stuhr entfernt, an der Einfallstraße nach Bremen, hat die Firma Ernst Rolappe ihre Werkstatt. 80% der Autos, die reinkommen, fahren dort vorbei“, sagt Geschäftsführer Schreiber. „Wenn dann was ist mit einem Meiller-System, dann ist Rolappe mit seinem Team da!“

Kontinuität das kann sich auch die M+S Transportgesellschaft mit ihrer ganzen Unternehmensgruppe auf die Fahnen schreiben. Nicht wenige der Mitarbeiter werden mit dem Unternehmen alt und konnten auch schon ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern. Das könne nur über ein vernünftiges Miteinander gelingen, erläutert Axel Schreiber nüchtern. Denn gute Fahrer zu bekommen sei heute schwieriger denn je. „Da muss man sich schon etwas mehr um die kümmern, damit sie zufrieden sind!“ Bei M+S geht das vor allem über den persönlichen Kontakt. Jedem der Mitarbeiter stehe die Tür offen für ein Gespräch. „Wenn die Herrschaften Probleme haben, dann sollen sie kommen und dann helfen wir auch! So einfach ist das!“

Das System M+S Transportgesellschaft funktioniert. Damit das aber auch in Zukunft so bleibt, erschließen sich die inzwischen vier Geschäftsführer – die beiden Schreiber Brüder Olaf und Axel, aber auch die von Bernd Meyer eingesetzten zwei Geschäftsführer – nicht nur neue Geschäftsfelder, sondern auch neue Märkte und Absatzgebiete vom Mittelrhein bis nach Mecklenburg-Vorpommern und sogar bis an die dänische Grenze hinauf. Konkurrenz fürchten die Unternehmer dabei nicht. Im Gegenteil: Selbstbewusst stellen sie sich dem Wettbewerb und verweisen dabei auf das Stadtwappen der Bremer, das einen Schlüssel darstellt. Mit Blick auf die benachbarte Hansestadt Hamburg mit ihrem großen Hafen, über den der größte Teil des deutschen Außenhandels abwickelt wird, spötteln sie deshalb nur zu gerne: „Die Hamburger behaupten zwar das Tor zur Welt liege dort. Aber nur die Bremer haben den Schlüssel dazu.“